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Tipps für eine Südafrika-Reise
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KRÜGER-NATIONALPARK

Was ist der Krügerpark?






Krügerpark? Nie gehört? Der Krügernationalpark liegt im Nordwesten Südafrikas an der Grenze zu Mosambik und ist ein riesiges Tierreservat mit etwa der Flächengröße von Rheinland-Pfalz. Um ihn herum führt ein Zaun mit elektrischer Spannung, so dass die Tiere im Park bleiben. Der Zaun ist wirklich nötig! Denn zur Zeit der großen Überflutungen im Süden Mosambiks (Anfang 2000) wurden Teile des Zaunes von den Wassermassen zerstört und einige Tiere sind ausgebrochen. Einige Elefanten haben dann die Felder von umliegenden Dorfbauern zertrampelt und Krokodile und Nilpferde haben Frauen beim Wasserholen am Fluss angegriffen... .
 
Für wen ist der Krügerpark geeignet?

Der Krügerpark ist nicht nur was für risikobereite Abenteuerlustige. Auch Großeltern mit ihren Enkeln sind wir dort begegnet. Oder Familien, die dort mehrere Tage mit dem Wohnwagen verbracht haben. Denn jeder kann ja selbst entscheiden, wie lange und wie oft er mit dem Auto durch den Park fahren möchte. Oder ob er sich lieber im Camp etwas ausruhen möchte... .
In den sanitären Anlagen gibt es sogar behindertengerechte Toiletten. Darüber war ich wirklich erstaunt.
 
Was für Tiere kann man dort sehen?


1993 lebten im Park unter anderem folgende Tiere:

      1.871 Breitmaulnashörner       30.000 Büffel             4.600 Giraffen         900 Leoparden
      7.500 Elefanten                             300 Geparden      
1.500 Löwen        3.000 Nilpferde
    97.297 Impalas (Antilopen)          2.000 Hyänen        32.000 Zebras     12.723 Streifengnus
 

Wie erkundet man den Park?












Das Tolle am Krügerpark ist: Man kann ihn selbstständig und unabhängig mit dem eigenen Auto (oder Mietauto) erkunden. Durch den Park führen teils geteerte teils ungeteerte Straßen auf denen man mit 50 km/h bzw. 40 km/h fahren darf. 
So braucht man keine Safaris oder dergleichen buchen. Schon vom Auto aus haben wir fast alle spektakulären Tiere sehen können - die meisten aus wenigen Metern Entfernung. Viele Tiere laufen oder sitzen (z.B. Affen) auf den Straßen. Die Tiere sind die Autos gewöhnt.
Aber VORSICHT: Niemals aussteigen (außer natürlich, wenn es erlaubt ist - wie in den Camps). Denn trotz allem sind das wilde Tiere. Und Raubtiere sind meist so gut versteckt, dass man sie aus dem Auto nicht sehen würde, auch wenn sie nur wenige Meter entfernt von einem liegen.
Es werden übrigens auch Nachtsafaris und "Bushwalks" angeboten. Wenn man also noch mehr in Safaristimmung kommen möchte oder mit dem Auto-Erkunden nicht viele Tiere gesehen hat, kann man darauf zurückgreifen... . Aber auch dort kann man, so haben wir gehört, Pech haben und nur wenige Tiere sehen. 
 
Auch wenn das Aussteigen erlaubt ist: Vorsicht!
Auch wenn man in bestimmten Bereichen aussteigen darf: Vorsicht! Auf der Brücke über den Letaba River sind wir innerhalb der markierten Zone ausgestiegen und sahen kurze Zeit später, wie ein Bärenpavian am Geländer zur Brückenmitte kletterte - anscheinend war er neugierig. Ganz ungefährlich wäre die direkte Begegnung mit ihm sicherlich nicht gewesen.
Also: Aussteigen ist immer auf eigene Gefahr (Steht auch auf den Schildern)!
 
Wie viel Zeit sollte man dort bleiben?






Manche Südafrikaner verbringen ihren Urlaub dort so, wie wir ihn an der Küste verbringen: also mit Wohnwagen und über mehrere Wochen. Die Camps sind einfach sehr schön, weshalb man auch über eine Woche dort bleiben könnte.
Wir blieben dort vier Nächte. Das war eine gute Zeit um einigermaßen in Ruhe durch die Gegend zu fahren. Wir hätten aber auch zwei weitere Tage dort nett verbringen können. 
Wie viele Tiere man sieht ist Glückssache. Manche sehen in ihren ersten Stunden alle Tiere auf einen Schlag. Anderen Besuchern begegnet noch kurz vor Abreise ein Löwe.
Um das Glück nicht zu sehr herauszufordern, sollte man meiner Meinung nach mindestens zwei Nächte dort bleiben. Eher drei oder vier Nächte... .
 
Wann ist die beste Reisezeit?






Wir waren im August dort. Zu der Zeit war dort Winter und es ist nicht so sehr heiß. Im Sommer liegen viele Tiere tagsüber im Schatten, weswegen der Winter für Tierbeobachtungen günstiger sein soll. Andererseits hat man im Sommer auch wieder mehr Chancen, Tieren an den wenigen nicht ausgetrockneten Wasserlöchern zu begegnen. Und auch im Sommer gibt es bewölkte Tage. 
Die Landschaft war im Winter jedenfalls nicht so schön, weil die meisten Pflanzen keine Blätter trugen. Dafür hatten wir natürlich eine bessere Sicht.
Und und und....
Ihr seht, es gibt viele Vor- und Nachteile, die man alle gar nicht gleichzeitig berücksichtigen kann. Mein Tipp: Fahrt einfach hin - egal wann! Tiere werdet Ihr schon genügend sehen :-).
 
Wo schläft man?






Im Krügerpark gibt es mehrere Camps. Dort kann man  in teuren Bungalows oder auch in günstigeren Lehmhütten (Huts) und Safari Tents schlafen. Campen ist ebenfalls möglich. Auch die günstigeren Unterkünfte sind okay. Wir bezahlten im Camp Letaba für ein Safari Tent (für zwei Personen) 140 Rand (=ca. 45 DM) und im Camp Pretoriouskop für ein Hut für zwei Personen 100 Rand (=ca. 32 DM). Bei diesen Unterkünften hatten wir kein eigenes Bad. Aber die öffentlichen sanitären Anlagen im Krügerpark sind tadellos: absolut sauber und immer warmes, fließend Wasser zum Duschen.
Außerdem war das Hut und das Safari Tent moskitosicher. Das heißt, es waren Moskitonetze an Fenster und Tür angebracht. Auch sonst waren die Unterkünfte ihr Geld wert. Wir waren sehr zufrieden.
 
Unterkunft  per Internet buchen -


so geht´s:










































Für Südafrika habe ich das erste Mal per Internet gebucht und es klappte hervorragend. Gerade zur Hochsaison sollen die Unterkünfte ausgebucht sein, so dass man eventuell von SA aus per Telefon oder von zu Hause aus per Internet vorbuchen sollte.

So geht´s per Internet:

1.)  Ihr geht auf die Internetseite http://www.parks-sa.co.za, der offiziellen Seite der    
Nationalparks von Südafrika, und klickt Euch zu den Seiten des Krügerparks. Unter dem Menüpunkt "Map" kommt Ihr zu einer Übersicht der einzelnen Camps. Entscheidet Euch für eines der Camps. Auf jeder einzelnen Campseite gibt es die "Online Booking Form" - dort seht ihr, welche Unterkunftsmöglichkeiten (Rondavel, Hut, Safari Tent,...) es in dem Camp gibt  und vor allem, was sie kosten.

2.) Vergleicht die Preise der Unterkünfte und überlegt in welchem Camp ihr wie lange übernachten wollt. Unterschätzt die Entfernungen nicht! Von Pretoriouskop bis zum Camp Letaba haben wir gut einen Tag gebraucht - wohl gemerkt bei 20- 40 km/h und mit reichlichen Tierbeobachtungen. Aber trotzdem: Man sollte genügend Zeit einplanen. 

3.) Zum Vorbuchen nutzt Ihr das "Online Booking"-Formular. Ihr könnt auch per E-Mail vorbuchen, aber mit dem Formular ist es einfacher. Dazu müsst ihr auch eure Kreditkartennummer angeben. Ich weiß nicht, ob man auch ohne Kreditkarte vorbuchen kann. Ich persönlich habe meine Kreditkartennummer per Fax geschickt, obwohl per E-Mail auch nicht wirklich etwas passieren sollte - nach Auskünften einiger mir bekannten IT-Sicherheitsexperten ;-)! Ich würde auch erst dann die Kreditkartennummer schicken, wenn Euch die gewünschten Unterkünfte bestätigt wurden (siehe 5. ). 

4.) Wenn ihr Fragen habt, zögert nicht denen eine Mail zu schicken. Ich hatte noch einige Fragen und die wurden mir alle recht schnell per Mail beantwortet. Falls die nach mehreren Tagen noch nicht geantwortet haben (ist auch schon passiert...), einfach noch mal eine Mail schicken! Das hat bei mir immer geholfen.

5.) Ihr solltet eine Bestätigung über Eure Buchung bekommen. Schaut nach, ob alles korrekt gebucht wurde. Wir wurden nämlich erst statt in ein Zweier- in ein Vierer-Safari-Tent gebucht. Das wurde dann aber noch geändert, nachdem ich per Mail darauf hingewiesen habe.

6.) Wenn ihr es noch nicht getan habt, könnt Ihr jetzt die Kreditkartennummer schicken.

7.) Dann solltet ihr wieder per Fax eine Bestätigung darüber bekommen, dass ihr die Unterkünfte bezahlt habt. 

8.) Diese Bestätigung UNBEDINGT mit nach SA nehmen und bei Ankunft im Camp vorzeigen.

9.) Das war´s auch schon. Hochlebe das Internet :-). Das Ganze wirkt wahrscheinlich komplizierter als es ist. Lasst Euch aber durch meine langen Erklärungen nicht abschrecken. Ich erkläre lieber zu ausführlich als zu kurz ;-).

Und Ihr wisst ja: Bei Fragen und Problemen einfach E-Mail an
 
Was kostet der Eintritt?

Der Eintrittspreis ist nicht der Rede wert. Der Preis ist unabhängig von der Aufenthaltsdauer und beträgt pro Person ca. 10 DM und pro Auto ca. 8 DM.
 
Wo kann man tanken, einkaufen, etc. ...


Keine Sorge: im Park ist für alles gesorgt. In den meisten Camps gibt es eine Tankstelle, einen Shop und ein Restaurant. Wir haben uns meist aus Kostengründen einen Hamburger mit Pommes (zusammen ca. 5 DM) geholt. Brot, Trinken, Postkarten, Batterien, Taschentücher, Mückenspray, etc. - alles Nötige bekommt ihr in dem Shop. 
Auch öffentliche Telefone und Briefkästen sind dort vorhanden.
 
Besucher- karte am Eingang mitnehmen!



Holt Euch so schnell wie möglich, eventuell schon am Eingang (falls vorhanden), die "Visitor´s Map". Manchmal erhält man auch die deutsche Version "Besucherkarte". Dort sind detaillierte Karten mit allen Wasserlöchern, Aussichtspunkten und Entfernungsangaben eingezeichnet. Auch die einzelnen Ökozonen und einige Tiere werden dort beschrieben.
Die Karte kostet ca. 7 DM - das Geld lohnt sich!
 
Was ist mit Malaria?

Zu Malaria und zahlreichen anderen reisemedizinischen Fragen 
findet Ihr zahlreiche Tipps bei unter REISEMEDIZIN
 
Kilometer- stand merken!


 

An den Straßen gibt es nur an Kreuzungen Wegweiser und auch Entfernungsangaben. Gerade wenn man es eilig hat, sollte man sich an solchen Wegweisern den Kilometerstand merken und sich daran nachher orientieren, wie weit man schon gefahren ist. Dann kann man die Länger der vor einem liegenden Strecke besser einschätzen...
 
Stecker gefällig?

In unserem Hut war keine leere Steckdose vorhanden. Für unseren Akku der Kamera haben wir dann einfach den Stecker von der elektrischen Heizung (bzw. des Kühlschranks) herausgezogen...
 
Leserbrief








Folgende interessante E-Mail zum Thema Unterkunft schickte mir Marlies im April 2004:
"Ihre Beschreibung ueber Ihre Reise nach Suedafrika finde ich toll. Leider hatten Sie im Kruegerpark mit Preyoriuskop das schlechteste Camp ausgesucht. Die Unterkuenfte sind nicht gerade zu empfehlen. Ich habe in der Umgebung von Pretoriuskop auch noch nie viele Tiere gesehen. Wahrscheinlich schaemen die Tiere sich dort gesehen zu werden. Bei einem Besuch haben wir mal wilde Hunde gesehen. 
Die Zelte in Letaba sind ganz bestimmt besser. Das Camp ist auch viel schoener und geplegter. Auf der Strecke Letaba nach Olifants Camp haben wir meistens viel Glueck mit Tieren. In Letabe hatten wir ein Jahr einen riesen Elefant am Zaun. (...)" 

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